Den menschlichen Körper in seiner Struktur und Komplexität realitätsnah kennenlernen … das geht nirgends authentischer als im Menschen Museum. Kein Biologiebuch auf der Welt kann die eindrucksvollen Fakten rund um unsere Anatomie und Funktionsweise so exakt und spannend darstellen, wie die KÖRPERWELTEN-Ausstellungen in mehreren europäischen und nordamerikanischen Städten.

 

         

 

Wir haben uns am 11.05.2022 die Faszination der „Plastination“ im TV-Turm am Alexanderplatz in Berlin angeschaut. Das Verfahren der Plastination wurde vom Mediziner und Wissenschaftler Dr. Gunther von Hagens entwickelt. Zu Anschauungszwecken werden die einzelnen Systeme eines echten menschlichen Körpers nach dem Stopp des Verwesungsprozesses mit Silikon plastiniert und anschließend mit einem speziellen Gas ausgehärtet. So zumindest die ganz vereinfachte Erklärung.

Der Museumsrundgang spiegelt die „Facetten des Lebens“ wider und leitet durch die einzelnen Funktionen des Körpers. Dargestellt werden unzählige detaillierte Exponate zu den Themenbereichen „Der Bewegungsapparat“, „Der Verdauungstrakt“, „Die Vorgeburtliche Entwicklung“, „Das Herz-Kreislauf-System“, „Die Atmungsorgane“ sowie „Das Nervensystem“. Dabei wurde jedes Plastinat entsprechend des Themas sorgfältig in eine Pose geformt, um den Lerneffekt im Vergleich zum eigenen Körper zu erhöhen.

 

         

 

Die Ausstellung kann nicht nur unter aufklärender, sondern auch künstlerischer und emotionaler Perspektive betrachtet werden. Sie ist immer wieder umstritten und bedarf der Diskussion, welche Faktoren „für“ sowie „gegen“ die Ausstellung der Körper-Plastinate sprechen. Wer sich tiefgründiger mit diesen Punkten beschäftigt, kommt dann automatisch auch am wichtigen Thema Organspende nicht vorbei.

 

        

 

Nach dem Rundgang war die Meinung zur Ausstellung unter den TeilnehmerInnen zwiegespalten.

 

Zwanzig Autominuten vor den südlichen Toren der Landeshauptstadt liegt das Schloss Bahrendorf in der Magdeburger Börde. Erbaut ab dem Jahr 1908 für einen Gutsbesitzer, befinden sich hinter dem dreiflügeligen Schlossgebäude ein großer, ruhig gelegener Schlosspark im englischen Stil sowie ein Barockgarten.

Mit pandemiebedingter Ausnahme in den letzten beiden Jahren findet auf dem wundervollen Anwesen bereits seit 2010 die BAhrendorfer GArtenmesse (BAGA) statt. Jedes Jahr Anfang Mai präsentieren zahlreiche Firmen und Privatpersonen den interessierten Besuchern ihre Kollektionen an Frühblühern und individuellen Gartenprodukten.

So gehörten auch wir am 07. + 08.05.2022 erneut zu den vielen Ausstellern auf dem weitläufigen Gelände und zauberten mit unseren Holz- und Dekorativprodukten den glücklichen Kunden ein Lächeln ins Gesicht. Und mit unserem Johanniter-Popcorn hatten wir für Klein und Groß noch ein süßes Ass im Ärmel…

 

   

   

 

Zwei Tage vor dem meteorologischen Frühlingsanfang erfüllten wir den Projektteilnehmenden einen mehrfach geäußerten Wunsch und begaben uns bei tollstem Sonnenschein am 18.03.2022 auf tierische Entdeckungstour in den Zoologischen Garten Magdeburg.

Gewappnet mit Aufgabenblättern und Kameras spazierten wir gemütlich durch die wundervolle Anlage und sammelten Informationen zu den unglaublich vielfältigen Tierarten. Alle 180 beherbergten Arten anzusehen, haben wir dabei aber ganz sicher nicht geschafft…

Und natürlich kam der Spaß beim Beobachten der Tiere nicht zu kurz...

 

   

 

   

 

   

 

Seit bereits über einhundert Jahren begehen Frauen auf der ganzen Welt den Internationalen Frauentag. Erstmals 1911 am 19. März gefeiert, wurde er nach wechselnden Daten 1921 endgültig auf den 8. März festgelegt. Nach der Errungenschaft des allgemeinen Wahlrechts für Frauen wird mit den jährlichen Demonstrationen und Veranstaltungen weiterhin auf wichtige Schwerpunktthemen im Bereich der Frauenrechte aufmerksam gemacht. Denn in keinem Land der Welt – auch Deutschland nicht – ist die Gleichstellung der Geschlechter zufriedenstellend erreicht.

Statt demonstrativ auf die Wichtigkeit noch nicht verwirklichter Forderungen aufmerksam zu machen, wünschten sich unsere Projektteilnehmerinnen für diesen 8. März ein gemeinsames Verwöhnprogramm in gemütlicher Atmosphäre.

Also zogen wir uns im Werkstattbereich Dekorativ & Gesund bei guter Musik ungestört zurück und verwöhnten uns gegenseitig mit Gesichtsmasken, Lackieren der Fingernägel und neuen Frisuren…

 

   

 

   

 

   

 

Die im Oktober 2018 gegründete Initiative „Weltoffenes Magdeburg“ bewerkstelligte 2019 anlässlich der Zerstörung Magdeburgs am 16.01.1945 erstmals die Aktionswoche „Eine Stadt für alle“. Durch die Umsetzung lebendiger Ideen zahlreicher Akteure wird seitdem jedes Jahr aufs Neue ein aktives und buntes Zeichen gegen rechtsextremistische Ansichten und Demonstrationen gesetzt. Angesichts eines deutschlandweit zunehmenden Antisemitismus und Rassismus besteht zudem ein Bezug zu aktuellen Krisen und Herausforderungen. Die Aufmerksamkeit auf diese Thematik zu lenken sowie die Auseinandersetzung damit beizubehalten ist auch 77 Jahre nach Ende des zweiten Weltkrieges von unerlässlicher Wichtigkeit.

Trotz weiterhin vorherrschender Corona-Pandemiebedingungen fanden vom 16. bis 27.01.2022 wieder zahlreiche Aktionen zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus sowie für ein vielfältiges, demokratisches und tolerantes Magdeburg statt.

 

 

An einer dieser Aktionen beteiligten wir uns zusammen mit Magdeburger Schulklassen etc. am 17.01.2022 zum wiederholten Male: an der „Stolperstein-Putzaktion“. „Gegen das Vergessen“ reinigten wir die im Straßenpflaster verlegten Gedenksteine der Familie Otto Jakob Rosenthal, der Ehepaare Philippson, Pressler und Kern sowie von Hubert Materlik.

Die ersten 13 Magdeburger Stolpersteine des europaweiten Kunstprojektes von Gunter Demnig wurden am 18.03.2007 verlegt. Mittlerweile würdigen 599 Gedenksteine ehemalige Stadtbewohner, die von hier aus in Konzentrationslager verschleppt und ermordet wurden. Neben Juden wird auf diese Weise auch an politisch Verfolgte, Sinti und Roma, Homosexuelle, Opfer der Euthanasie etc. erinnert.

 

 

      

 

Ausführliche Informationen zur Gedenkaktion der Stolpersteine sowie zu den betroffenen, ermordeten Magdeburgern finden sich unter anderem auf den Internetseiten der Landeshauptstadt: Stolpersteine (magdeburg.de)