Den menschlichen Körper in seiner Struktur und Komplexität realitätsnah kennenlernen … das geht nirgends authentischer als im Menschen Museum. Kein Biologiebuch auf der Welt kann die eindrucksvollen Fakten rund um unsere Anatomie und Funktionsweise so exakt und spannend darstellen, wie die KÖRPERWELTEN-Ausstellungen in mehreren europäischen und nordamerikanischen Städten.

 

         

 

Wir haben uns am 11.05.2022 die Faszination der „Plastination“ im TV-Turm am Alexanderplatz in Berlin angeschaut. Das Verfahren der Plastination wurde vom Mediziner und Wissenschaftler Dr. Gunther von Hagens entwickelt. Zu Anschauungszwecken werden die einzelnen Systeme eines echten menschlichen Körpers nach dem Stopp des Verwesungsprozesses mit Silikon plastiniert und anschließend mit einem speziellen Gas ausgehärtet. So zumindest die ganz vereinfachte Erklärung.

Der Museumsrundgang spiegelt die „Facetten des Lebens“ wider und leitet durch die einzelnen Funktionen des Körpers. Dargestellt werden unzählige detaillierte Exponate zu den Themenbereichen „Der Bewegungsapparat“, „Der Verdauungstrakt“, „Die Vorgeburtliche Entwicklung“, „Das Herz-Kreislauf-System“, „Die Atmungsorgane“ sowie „Das Nervensystem“. Dabei wurde jedes Plastinat entsprechend des Themas sorgfältig in eine Pose geformt, um den Lerneffekt im Vergleich zum eigenen Körper zu erhöhen.

 

         

 

Die Ausstellung kann nicht nur unter aufklärender, sondern auch künstlerischer und emotionaler Perspektive betrachtet werden. Sie ist immer wieder umstritten und bedarf der Diskussion, welche Faktoren „für“ sowie „gegen“ die Ausstellung der Körper-Plastinate sprechen. Wer sich tiefgründiger mit diesen Punkten beschäftigt, kommt dann automatisch auch am wichtigen Thema Organspende nicht vorbei.

 

        

 

Nach dem Rundgang war die Meinung zur Ausstellung unter den TeilnehmerInnen zwiegespalten.