In diesem Jahr wirbt unser Bundesland mit dem Slogan „Sachsen-Anhalt – Ursprungsland der Reformation". Da stand es anlässlich des fünfhundertjährigen Reformationsjubiläums eigentlich fast außer Frage, dass wir eine Exkursion in die Stadt unternehmen, die wie keine andere mit der Verbreitung des Reformationsgedankens verbunden ist: die Lutherstadt Wittenberg.

Am 28.09.2017 begaben wir uns von Magdeburg aus auf die historischen Spuren des Reformators Martin Luther in Wittenberg. Während Luther ab 1511 bis zu seinem Tod 1546 lange Jahre in Wittenberg lebte und wirkte, verbrachte er 1497 ein Schuljahr in unserer heutigen Landeshauptstadt.

Unsere ersten Schritte in Wittenberg wurden – gespickt mit vielen interessanten Informationen – durch zwei Stadtführer begleitet. Wir starteten die Stadtralley am Lutherhaus, dem ehemaligen Augustinerkloster, in dem Martin Luther ab 1508 als Mönch und nach der Klosterauflösung mit seiner Familie lebte.

 

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Von hier aus ging es entlang der Collegienstraße vorbei an originalen Gedenkstätten zur Schlosskirche. Auf unserem Weg erhielten wir erste äußerliche Eindrücke vom Melanchthonhaus (Reformator Philipp Melanchthon – Neuorganisierung und Gestaltung des Bildungssystems); der Universität Leucorea, an der Luther und Melanchthon lehrten; dem ältesten Gebäude Wittenbergs, der Stadtkirche Sankt Marien, in der Luther predigte; dem Lutherdenkmal vor dem Rathaus sowie dem Cranach-Hof (Wohn- und Wirkungsstätte des berühmten Malers Lucas Cranach d. Ä., der u.a. etliche Elemente der Stadtkirche entwarf und Reformatoren portraitierte).

Die berühmte Schlosskirche, an deren Kirchentür Luther im Jahr 1517 seine 95 Thesen gegen den Ablasshandel angeschlagen haben soll, konnten wir zeitlich auch von Innen besichtigen und auf uns wirken lassen. Weithin sichtbar wurde am Kirchturm die Textzeile „Ein feste Burg ist unser Gott" eines Kirchenliedes von Martin Luther eindrucksvoll verewigt.

 

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Gleich im Anschluss ließen wir uns mit der Altstadtbahn bei einer Rundfahrt chauffieren und die Stadtteile außerhalb der Altstadt zeigen und erklären. Eingeprägt hat sich uns hier zum Beispiel die Hundertwasserschule.

Zur Abrundung unseres Exkursionstages besuchten wir das 360 Grad-Panorama von Yadegar Asisi, dass sich den spannungsgeladenen Ereignissen in Wittenberg im Jahr 1517 widmet.

 

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Idyllische Naturlandschaften, kulturelle und künstlerische Vielfalt, internationale Architektureinflüsse, historisch wertvolle Geschichte, Standort für Bildung und Wissenschaft – die brandenburgische Landeshauptstadt Potsdam hat jedem Besucher ganz individuell zu bieten, was das Entdeckerherz begehrt.


Wir erkundeten eine der reizvollsten Städte Deutschlands am 07.06.2017 auf unterschiedliche Art und Weise. Zusammen mit einer begeisternd erzählenden Stadtführerin machten wir uns zu Beginn unserer Entdeckungsreise auf den Weg zum Schloss Sanssouci, der Sommerresidenz vom preußischen Monarchen König Friedrich II. Bei einem Rundgang durch die prachtvollen Säle sowie dem ausschweifenden Blick über das Parkgelände des Schlosses „Ohne Sorge" (franz. sans souci) wurde allen deutlich, warum es der Besuchermagnet Potsdams ist: einfach zum Innehalten und Staunen schön...

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Anschließend begaben wir uns mit unserem Busfahrer und der Stadtführerin auf eine sehenswerte Stadtrundfahrt. Viele unserer tollen Eindrücke können textlich nur schwer widergegeben werden, man sollte Potsdam einfach selbst einmal gesehen haben. In jeder Richtung gab es Imponierendes zu erfassen. So fuhren wir zum Beispiel im Umkreis der Innenstadt vorbei an den historischen Häusern der Russischen Kolonie Alexandrowka oder dem Holländischen Viertel; weiter mitten durch die Verbotene Stadt und vorbei am Ruinenberg sowie dem Schloss Cecilienhof, in dem nach Kriegsende im Sommer 1945 die Potsdamer Konferenz stattfand.


Den frühen Nachmittag verlebten wir auf dem stilvollen Salonschiff „Fridericus Rex" bei einer Havelrundfahrt entlang der Schlösser und Parks der Dynastie der Hohenzollern. Das Passieren der geschichtsträchtigen Glienicker Brücke war neben Sehenswürdigkeiten wie dem Park und Schloss Babelsberg sowie dem Flatowturm ein ganz besonderes Highlight.

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Für alle Mitgereisten war dieser Tag zwischen Kultur und wunderschöner Landschaft eine ereignisreiche Abwechslung...

 

 

Auch in diesem Jahr war es uns wieder sehr wichtig, unseren derzeitigen Teilnehmern die Geschichte der national-sozialistischen Zeit an einem Ort des Geschehens nahe zu bringen. So führte uns unsere Projektfahrt am 19.04.2017 an den Stadtrand von Oranienburg, wo die SS ab 1936 das Konzentrationslager Sachsenhausen errichtete.

Den Besuch des Konzentrationslagers Sachsenhausen hat unsere Lehrkraft im Stützunterricht mit den Jugendlichen intensiv vorbereitet. Neben wichtigen Zahlen, Daten und Fakten schauten sie sich den Spielfilm „Die Fälscher" an. Der Film widmet sich der „Operation Bernhard", einer bis heute höchstwahrscheinlich beispiellosen Geldfälscheraktion in der Weltgeschichte. In den mit der entsprechenden Drucktechnik ausgestatteten Baracken 18 und 19 mussten 144 jüdische Gefangene – unter ihnen professionelle Geldfälscher – insbesondere die englische Währung in beträchtlicher Größenordnung fälschen.

 

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Gerüstet mit unseren ersten Wissensgrundlagen erhielten wir – eingeteilt in zwei Gruppen – in der Gedenkstätte die Möglichkeit des „entdeckenden Lernens". Mit Begleitung und Unterstützung der museumspädagogischen Mitarbeiter erarbeiteten wir uns anhand eines Museumskoffers einen leichteren Zugang zu diesem schweren Thema.

Der Museumskoffer enthielt originale Fundstücke vom KZ-Gelände, zu denen in gemeinsamer Gruppenarbeit Ideen zum Sinn und zur möglichen Verwendung entwickelt werden sollten. Zur genauen Betrachtung und Einschätzung durften die Fundstücke nur mit entsprechenden Handschuhen angefasst und gegebenenfalls auch mit einer Lupe begutachtet werden.

 

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Beim anschließenden Rundgang erhielten wir detaillierte Einblicke in die Funktionen des Lagers. Aufgrund der Nähe zur damaligen Reichshauptstadt Berlin mit der Gestapozentrale fungierte das Lager als Modelllager und nahm somit eine Sonderstellung im KZ-System ein. Die SS richtete hier nicht nur ihre Verwaltungszentrale ein, die Entscheidungen über das gesamte System der Konzentrationslager traf, sondern bildete hier gleichzeitig sowohl die KZ-Kommandanten als auch das Bewachungspersonal aus.

Mit der Modellbauweise eines gleichseitigen Dreiecks sollte von einem Wachturm aus mit einem Maschinengewehr der totale Terror umgesetzt werden können. Da sich diese Lagerarchitektur jedoch nicht, wie geplant, beliebig erweitern ließ, wurde sie beim Bau weiterer Konzentrationslager nicht weiter berücksichtigt.

Weiterhin erfuhren wir unter anderem, dass sich rund um den Appellplatz eine Schuhprüfstrecke befand. Bei jedem Wetter mussten die hier eingeteilten Häftlinge auf verschiedenen Bodenbelägen bis zu vierzig Kilometer pro Tag mit Testschuhsohlen bewerkstelligen. In den Krankenrevierbaracken wurden sowohl an erwachsenen Häftlingen als auch an Kindern medizinische Experimente durchgeführt. Zudem erfolgte per Genickschussanlage die systematische Massenvernichtung tausender (z.B. sowjetischer Kriegs-)Gefangener.

 

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Nach dem beklemmenden Rundgang mit vielfältigen Informationen wurde zum Abschluss des Projekttages die Gruppenarbeit zum Museumskoffer gemeinsam ausgewertet. Die nachdenkliche Stimmung wirkte anschließend nicht nur auf der Busrückfahrt nach...

 

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Wenige Tage nach dem Jahrestag der Zerstörung Magdeburgs im Zweiten Weltkrieg, blieb unsere Landeshauptstadt auch zum 9. Mal ihrer "Meile der Demokratie" treu.

Am 21.01.2017 verwandelten zahlreiche Akteure auch in diesem Jahr den Breiten Weg wieder in einen bunten und abwechslungsreichen Ort des Gedenkens und Lernens.

Mit einer neuen Aktionsidee, bunten Produkten aus eigener Herstellung sowie warmen Getränken und Papageienkuchen machten auch wir vom Jugendprojekt STABIL uns wieder für mehr Toleranz und Weltoffenheit in unserer Stadt stark.

 

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Mitte Januar entfaltete der Winter nun auch in Magdeburg seine herrlich weiße Pracht. Die perfekte Chance für unsere Medienwerkstatt, sich fotografisch auf Motivsuche für die winterlichen Kalenderblätter 2018 zu begeben. Allein der Weg zum nahe gelegenen Stadtpark bot uns bereits tolle Möglichkeiten...

 

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