Die Vorweihnachtszeit wurde für uns im Projekt bereits am Samstag, den 19.11.2022 eingeläutet – mit unserer Teilnahme beim alljährlichen Stadtteilfest „Winterliches Markttreiben“ der GWA Werder. Auf dem zur Kegelanlage gehörenden Grundstück präsentierten wir erneut in gemütlicher Atmosphäre unsere Handmade-Produkte aus den Werkstattbereichen Holz & Farbe sowie Dekorativ & Gesund.

 

       

 

Am 2. Adventswochenende – 03./04.12.2022 – fand auf Schloss Bahrendorf zum wiederholten Male der traditionelle, zweitägige Weihnachtsmarkt statt. Trotz leicht nieseligem Wetter erfreuten sich zahlreiche Besucher an den vielfältigen Angeboten der Verkaufsstände und genossen bei leckerem Essen in Verbindung mit heiteren Gesprächen das wundervolle Ambiente auf dem Schlossparkgelände. Und für die kleinen Gäste hielt der Weihnachtsmann so einige Überraschungen parat.

 

      

 

Abgerundet haben wir die Vorweihnachtszeit in unseren Projekträumlichkeiten mit gemeinsamem Kochen, Plätzchen backen u.a. am 08.12.2022 sowie einem Weihnachtsfrühstück am 23.12.2022 samt Schrottwichteln.

 

       

 

 

Das diesjährige Werder-Stadtteilfest am Samstag, den 16.07.2022, stand ganz im Zeichen eines Jubiläums – dem 300. Jahrestag der Erstbesiedelung der Elbinsel. Zu diesem Anlass wurde ein Fest mit einem vielfältigen Bühnenprogramm auf die Beine gestellt und schlussendlich ausgelassen gefeiert.

Mit viel Hingabe engagieren sich die Mitglieder des Heimatvereins WerderanerFreunde e.V. für eine positive Veränderung ihres Stadtteils und recherchieren mit viel Herzblut historische Zusammenhänge. Mit Enthusiasmus und Freude haben sie diese beispielsweise bei einer historischen Modenschau nachgestellt, bei der frühere Persönlichkeiten des Werders, wie Adolf Mittag und seine Frau, zum Leben erweckt wurden.

Neben zahlreichen Gesprächen an den verschiedenen Verkaufsständen rundeten ein Seifenblasenkünstler, kulinarische Genüsse sowie musikalische Magdeburger Größen wie die Fabelhaften Buckau Boys das gelungene Festprogramm ab…

 

   

   

   

 

Gewünscht, geplant und wieder erfolgreich verlaufen…unsere Fahrradtour 2.0…

Am 25.05.2022 – einen Tag vor dem verlängerten Christi Himmelfahrt-Wochenende – zog es uns erneut nach Hohenwarthe, denn die ausgebauten Wege sind einfach auch für untrainierte FahrradfahrerInnen super gut geeignet. Das tolle frühlingshafte Wetter sorgte da natürlich zusätzlich für gute Laune.

Bereits nach wenigen Kilometern zog uns der erste Rastplatz an einem idyllischen Elbabschnitt mit Sandstrand magisch an und wir frühstückten erstmal in gemütlicher Atmosphäre. Flache Kieselsteine über das Wasser springen lassen inklusive. Die Herausforderung hat gezeigt…wir müssen definitiv noch üben, um die Anzahl der Steinsprünge zu erhöhen.

 

   

 

Gestärkt ging es weiter und die Route führte uns zur 2. Weinbergquelle, einer nächsten schönen Pausengelegenheit. Von hier aus stieg der Weg ins Ortsinnere von Hohenwarthe steiler und holpriger an. Unser Ziel – die Trogbrücke – war nun fast erreicht. Oben angelangt, konnten wir glücklicherweise gleich ein Schiff bei der Durchfahrt beobachten sowie diese baulich-technische Meiserleistung bestaunen.

 

   

 

Anschließend folgten wir dem Radweg mit Elbblick zu unserer rechten Seite bis zum Rastplatz auf dem Weinberg. Hier gab’s einen wundervollen Ausblick über die Elbe bis zur A2-Elbebrücke sowie über weite Felder bis zur Blockwindmühle von Hohenwarthe.

 

   

 

Die Rücktour erforderte bei einigen von uns durch ordentlichen Gegenwind einen ziemlichen Kraftaufwand, sodass wir am ersten Rastplatz nochmal eine letzte Pause einlegten, bevor es weiter durch den Herrenkrugpark zurück zum Projektstandort ging.

Alle haben super durchgehalten und Rücksicht aufeinander genommen. Spaß und glücklich hat’s uns gemacht! Gerne wieder…

 

Heute wachsen Kinder und Jugendliche in einer globalisierten Welt auf. Da ist es natürlich längst Normalität geworden, dass TeilnehmerInnen mit Migrationshintergrund unseren Projektalltag multikulturell bereichern. Einige von ihnen haben mit ihren Familien ihre Heimat verloren, sind beispielsweise vor dem Krieg aus Syrien oder Afghanistan geflüchtet.

Während die meisten Menschen in unserer Region in keine Glaubensrichtung hineingeboren und atheistisch erzogen werden, bietet sich im Projekt die unmittelbare Gelegenheit des interkulturellen Lernens. Es ist auch ein Ort der Begegnung, an dem die Möglichkeit besteht, familiäre und religiöse Wurzeln sowie unterschiedliche Interessen und Traditionen grundlegend miteinander zu besprechen.

Neben mehreren Gesprächen haben wir zum Beispiel bereits gemeinsam arabisch gekocht. Da viele Fragen zur Religion des Islams doch recht detailliert von uns waren, schlug unsere Teilnehmerin Diana vor, den Kontakt zum Imam ihrer muslimischen Gemeinde aufzunehmen und einen Besichtigungstermin der Magdeburger Moschee anzufragen.

Gesagt, getan … am 23.05.2022 war es dann schließlich soweit und uns öffneten sich die Türen zur Al-Rahman-Moschee. Das Gemeindezentrum des Islamische Gemeinde Magdeburg e.V. befindet sich seit Juni 2016 in einem ehemaligen Heizhaus ganz zentral in der Innenstadt (Max-Otten-Straße 10a). Aus Respekt vor dem Brauchtum betraten wir ohne Schuhe sowie die Frauen mit Kopftuch den Gebetsbereich. Der Imam Moawia Al-Hamid ließ sich kurzfristig entschuldigen, sodass seine Tochter uns die Räumlichkeiten vorstellte und bestmöglich versuchte, unsere Fragen zu beantworten und uns ihre Religion aus erster Hand näher zu bringen. Sie erklärte auch, dass die Moschee als offenes Haus der Verständigung geführt wird. Der Dialog mit allen Magdeburgern, ob Skeptiker oder Interessierte und Neugierige, ist daher ausdrücklich erwünscht. Denn sich Wissen über „die Anderen“ anzueignen trägt ebenso dazu bei, sich sowohl der eigenen kulturellen Identität bewusst zu werden als auch Gemeinsamkeiten zu entdecken.

Sinnentsprechend der Übersetzung des Wortes „Islam“ als „Frieden machen“ setzt sich der Imam in und außerhalb seiner Gemeinde entschieden für die Integration und ein friedvolles Miteinander ein.

 

   

   

   

 

Wir bedanken uns recht herzlich für diese unkomplizierte und offene Möglichkeit des Dialogs verbunden mit dem interessanten Moscheebesuch!

 

Die Geschichte jüdischen Lebens in Deutschland ist vielfältig und reicht bis ins Jahr 321 zurück. Auch auf dem Gebiet des heutigen Bundeslandes Sachsen-Anhalt ist jüdisches Leben seit über 1.000 Jahren nachweisbar. Anlässlich des Jubiläums „1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ und im Nachgang der Januar-Aktion "Eine Stadt für alle" nahmen wir am Aktionstag „Schule zeigt Courage – Schule ohne Rassismus“ am 14. Mai 2022 auf dem Alten Markt in Magdeburg teil.

In Workshops informierten sich die Teilnehmenden vorab über die Judenverfolgung und setzten sich mit dem Thema auseinander. Mit Unterstützung der Sozialpädagoginnen erarbeiteten die Jugendlichen eine Präsentation über das Magdeburger Frauen-KZ der Polte-Werke OHG auf der Grundlage des Zeitzeugenberichtes der Überlebenden Christine Wagner. Das Frauenaußenlager war von Juni bis August 1944 dem KZ Ravensbrück und anschließend bis zur Auflösung Mitte April 1945 dem KZ Buchenwald zugeordnet. Das Barackenlager wurde in der heutigen Liebknechtstraße genau gegenüber vom Hauptwerk der Polte-Werke OHG errichtet.

Ursprünglich als Metallgießerei und Armaturenfabrik gegründet, entwickelte sich das Unternehmen unter dem ab 1885 neuen Eigentümer Eugen Polte zu einer weltweit bedeutenden Munitionsfabrik. Die KZ-Häftlinge wurden ohne Einhaltung von Schutzmaßnahmen in den einzelnen Bereichen der Munitionsproduktion sowie in der Werkkantine und Lagerküche zur Arbeit gezwungen.

Das Eingangstor zum Werk – die heutige Gedenkstätte – gestalteten die Teilnehmenden auf mehreren A1-Plakaten. Christine Wagner`s Beschreibung der Misshandlungen, Erniedrigungen und Tötungen durch die Nazis im Lager verschriftlichten sie auf Plakatpapier.

Am Aktionstag präsentierten einige Jugendliche ihre Recherchearbeit und das Projekt STABIL. Außerdem hatten die Besucher die Möglichkeit, das Johanniter-Popcorn und Artikel aus eigener Herstellung der Werkstätten Dekorativ & Gesund und Holz & Farbe gegen eine Spende zu erwerben. Die Kinderschmink-Aktion begeisterte sowohl die jungen als auch älteren Besucher. Der Erlös wurde den in der Ukraine lebenden NS-Kriegsopfern gespendet.

 

Wir erlebten einen gelungenen Tag mit viel positiver Resonanz von Besuchern und dem Veranstalter.