Am 14.07.2020 folgten wir dem Aufruf der GWA Werder und beteiligten uns an einer Müllsammelaktion. Sowohl die Teilnehmer und Mitarbeiter des Jugendprojektes STABIL als auch die Schüler und Kollegen unseres Trägers Johanniter Akademie Mitteldeutschland gGmbH engagierten sich im idyllischen Stadtteil für eine saubere Umwelt und schön anzusehende Landschaft.

 

Am 14.02.2020 schauten wir uns die jährlich stattfindende „World Press Photo“-Ausstellung im City Carré Magdeburg an. Bei den diesjährigen „World Press Photos“ handelt es sich um eine weltweite Sammlung an Fotografien des Jahres 2018, die unter die Haut gehen. Am Wettbewerb nahmen 4.738 Fotografen aus 128 Ländern mit 78.801 Bildern teil.

Unter allen Einsendungen bewertet eine internationale Fachjury die besten Pressefotos in den acht folgenden Kategorien: Aktuelle Themen, Allgemeine News, Harte Fakten, Porträts, Natur, Sport, Umwelt sowie Reportagen.

Die Gewinnerfotos – in jeder Kategorie ein 1. bis 3. Preis – werden in ca. 40 Ländern in einer Wanderausstellung einem Millionenpublikum präsentiert. Darunter auch jedes Jahr in Magdeburg.

Mit dem „World Press Photo“-Award 2019 wurde die Fotografin Diana Markosian für ihr Einzelfoto in der Kategorie Aktuelle Themen ausgezeichnet.

 

Bei unserem Rundgang durch die weltweit angesehenste Fotoausstellung haben uns unter anderem auch folgende Fotografien mit ihren Hintergründen beeindruckt:

Jugendliche Zwillinge betrachten ihre Reflexionen in Gezeitentümpeln außerhalb von Tapa.

Ein Kubaflamingo untersucht die provisorischen Socken, die beim Heilen seiner schweren Fußverletzungen helfen sollen.

Veronica "Ronnie" Elam (24) weint, als sie in Drexel/Ohio die Suchtgeschichte ihrer Familie erzählt.

 

Winterferien – und mal wieder so gar keine weiße Schneepracht in Sicht. Doch nicht nur Skifahren in der Ferne macht Spaß, auch in Magdeburg lassen sich in dieser Jahreszeit innerstädtisch tolle Ziele entdecken.

So haben wir am 14.02.2020 mal wieder die Möglichkeit genutzt, die Damwildfütterung im Elbauenpark hautnah mitzuerleben. Seit Jahren ist dieses Ereignis ein Besuchermagnet für Klein und Groß. Sowie es heißt, das Büffet ist eröffnet, herrscht vor allem unter den begeisterten Kindern ein wuseliges Gedränge beim Verteilen des Drei-Gänge-Menüs an die scheuen Tiere.

 

  

 

Das Beobachten von Tieren zieht einen einfach magisch an und macht irgendwie glücklich. Deshalb wanderten wir leicht durchgefroren anschließend noch vom Damwildgehege ins überaus warme Schmetterlingshaus. Einen wunderschönen blauen Morphofalter haben wir diesmal zwar nicht vor die Linse bekommen, dafür aber andere genauso sehenswerten Exoten, wie den grünen Taggecko.

 

  

 

Im Herzen der Magdeburger Altstadt, am Rande des Domplatzes, steht sie: Die Grüne Zitadelle – auch bekannt als Hundertwasserhaus. Sie ist das letzte fertig entworfene Bauwerk des österreichischen Malers und Architekten Friedensreich Hundertwasser und wurde erst nach seinem Tod am 19.02.2000 verwirklicht. Seit der Eröffnung am 03.10.2005 zieht dieses nicht ganz unumstrittene und sehr markante Architekturprojekt am Breiten Weg sowohl Einheimische als auch Touristen aus aller Welt in ihren Bann.

Im bewussten Erleben unserer Projektteilnehmer gehört die Grüne Zitadelle schon immer zum Magdeburger Stadtbild, die etwas „älteren“ Mitbürger erinnern sich, dass hier vorher ein DDR-Plattenbau stand. Aus dem ursprünglich angedachten Umbau wurde schließlich ein komplettes Neubaukonzept.

Und auch das Erstaunen über den Gebäudenamen hat sich schnell geklärt, denn eigentlich ist sie ja rosa, die Grüne Zitadelle. Das Grün im Namen bezieht sich nämlich auf das grasbewachsene Dach und die insgesamt große Anzahl an Bäumen auf, am und im Gebäude.

Statt auf dem Weg zum Domplatz immer nur durch den schönen Innenhof zu schreiten, tauchten wir am 13.02.2020 bei einer Führung mal genauer in Hundertwassers Gedanken zu seinem letzten Großbauprojekt ein.

 

 

Während der knapp einstündigen Tour durch dieses einzigartige Wohn- und Geschäftshaus erhielten wir Einblicke in die architektonischen Anliegen des Meisters und wie sie im Bauwerk miteinander verschmolzen. Die Führung bot uns weiterhin die Gelegenheit das Gebäudeinnere inklusive einer Musterwohnung sowie die Turmbesteigung bis hoch zu den goldenen Kugeln zu erleben. Oben auf dem Dachgarten angekommen, konnten wir – genau in dem Moment leider bei nasskaltem, ungemütlichem Wetter – einen großartigen Blick auf unsere Landeshauptstadt genießen.

 

 

Berlin – seit Oktober 1990 nicht nur wieder Hauptstadt der wiedervereinigten Bundesrepublik Deutschland, sondern auch geschichtsträchtige und tolerante Weltstadt. In ihr spiegelt sich wie in keiner anderen deutschen Stadt die historisch einzigartige Geschichte unseres Landes wider.

Jeder von uns hat Bilder aus der (Nach-)Kriegszeit im Kopf oder den Mauerfall durch die bewegende Berichterstattung miterlebt bzw. (im Nachhinein) kennengelernt. Und auch von spektakulären sowie gescheiterten Fluchtversuchen hat man schon mal gehört.

Heute zeigt sich die Hauptstadt extrem facettenreich. Sie ist nicht nur geschichtsträchtig, sondern auch gigantisch groß, modern und vielfältig lebhaft. In jedem Berliner Kiez ändert sich das Stadtbild – von kriegsgezeichneten Kirchen bis urigen Lokalen, angesagten Szenecafés, Wolkenkratzern sowie Flaniermeilen und städtischer Natur ist alles vorhanden. Doch nicht nur die Oberfläche als sichtbarer Teil der schillernden Großstadt hat jede Menge zu bieten, auch der Berliner Untergrund gewährt spannende Einblicke in die wechselvolle Stadt- und Landesgeschichte.

Durch mündliche Erfahrungsberichte auf den Berliner Unterwelten e.V. aufmerksam geworden, recherchierten wir und vereinbarten schließlich als Geschichtsexkursion eine geführte Tour. Von den mittlerweile über fünfhundert Vereinsmitgliedern werden insbesondere jahrzehntelang vergessene Bunker- und Luftschutzanlagen, Tunnel und andere unterirdische Gänge erforscht, dokumentiert und für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

 

 

Unsere gebuchte Tour F führte uns in den „Fichtebunker“ – einem Mutter-Kind-Bunker in der Fichtestraße im Stadtteil Kreuzberg, der in einem ehemaligen Gasometer errichtet wurde. Hier fanden in den Bombennächten des Zweiten Weltkrieges anfangs 6.500 berufstätige Frauen mit ihren Kindern über Nacht Schutz. Zum Ende hin bot er bis zu 30.000 Menschen einen sicheren Unterschlupf.

 

 

Enge, karge Beleuchtung, feuchte Kühle – spätestens bei diesen Zahlen und Empfindungen machte sich bei unserem Rundgang ein noch größeres beklemmendes Gefühl breit. Ein Mix aus detailgetreuen Ausstellungsstücken (u.a. Krankenstation und Altenheimzimmer), überlieferten Berichten von Zeitzeugen sowie digitalisierten Aufnahmen untermalen die sehr faktenreichen Erzählungen des engagierten und begeisterten Personals.

Insgesamt umrahmt die Führung die Geschichte des Fichtebunkers über einen Zeitraum von 130 Jahren: von den Ursprüngen als Gasometer für die Straßenbeleuchtung, über die Nutzung als „Mutter-Kind-Bunker“ bis hin zum Auffanglager, Altenheim und Obdachlosenunterkunft nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Ab den 1960er Jahren wurden hier Lebensmittelreserven für die Westberliner Bevölkerung gelagert. Neben der Öffnung als Museum, befinden sich heute in diesem denkmalgeschützten Bauwerk moderne Lofts im Dachgeschoss.

In der Hoffnung, dass wir in unserem Leben nicht gezwungen sein werden, Schutz in einem Bunker suchen zu müssen, verließen wir diesen Stahlbeton-Koloss wieder mit einem erleichterten Gefühl…